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Nur ein Sieg aus acht Spielen: Magdeburg entlässt Fiedler

Neues Kapitel für 1. FC Magdeburg

Markus Fiedler stand kurz vor dem Start der Saison 2024/25 unter großem Druck, als er die Rolle des Cheftrainers des 1. FC Magdeburg übernahm. Er trat das schwere Erbe von Christian Titz an, der zu Hannover 96 wechselte. Doch nach nur wenigen Monaten ist Fiedlers Engagement bereits wieder beendet.

U-23-Gespann übernimmt vorübergehend

Fiedler wurde im Juni als Nachfolger von Titz eingestellt und sollte den Verein in die neue Saison führen. Allerdings zeigten sich bald Probleme, die dazu führten, dass der Trainer nach kurzer Zeit entlassen wurde. „Wie angekündigt haben wir in der zurückliegenden Woche eine eingehende Analyse vorgenommen und sind zum Entschluss gekommen, dass das Vertrauen seitens der Mannschaft in Markus und die Hoffnung auf die Trendwende nicht mehr gegeben sind“, sagte Sport-Geschäftsführer Otmar Schork in einer offiziellen Mitteilung.

In dieser Saison konnten die Magdeburger nur ein Spiel gewinnen: Das prestigeträchtige Derby gegen Dynamo Dresden mit einem 2:1-Erfolg am zweiten Spieltag. Alle anderen Spiele endeten mit Niederlagen. Besonders schmerzhaft war die 0:4-Niederlage gegen die SV Elversberg, die zur sechsten Pleite in Folge führte. Der Testmatch gegen Braunschweig, bei dem es mit 0:6 verloren ging, ließ das Vertrauen endgültig schwinden.

Vorübergehende Lösung durch U-23-Trainer

Zwar hatte Schork am Dienstag noch das Vertrauen in Fiedler ausgesprochen, doch das 0:6 im Testspiel führte zum Umdenken. So macht sich der Zweitligist nun in der Länderspielpause auf die Suche nach einem neuen Trainer. Vorübergehend übernehmen Petrik Sander und Pascal Ibold, das U-23-Gespann, die bisherige Aufgaben übernommen haben.

„Nach dem 0:4 gegen Elversberg und dem 0:6 im Test gegen Eintracht Braunschweig herrschte beim Team Ratlosigkeit vor. Mit Petrik Sander und Pascal Ibold im Verbund mit Silvio Bankert (bisheriger Co-Trainer) sowie dem weiteren Staff haben wir eine Interimslösung, sie werden die Mannschaft auf die schwere Auswärtsaufgabe in Darmstadt vorbereiten“, so Schork.

Rückblick auf Fiedlers Karriere

Fiedler selbst äußerte sich traurig über seine Erfahrungen. „Leider haben wir zusammen nicht die Ergebnisse erzielt, die wir aufgrund der Leistungen verdient gehabt hätten.“ Die letzte Station seiner Profikarriere endete also mit Enttäuschung. Vor seinem Engagement in Magdeburg war Fiedler hauptsächlich im Juniorenbereich tätig. Er begann bei SGV Freiberg und später bei der TSG Hoffenheim. Seit 2015 arbeitete er beim VfB Stuttgart, wo er die zweite Mannschaft übernahm und in die 3. Liga führte. Eine Spielzeit später gelang mit einer jungen Mannschaft der Klassenerhalt, was ihn für höhere Aufgaben empfahl.

Erfahrung von Petrik Sander

Petrik Sander, der nun gemeinsam mit Pascal Ibold die Mannschaft leitet, bringt viel Erfahrung mit. Der 64-Jährige war unter anderem bei Energie Cottbus in der 1. und 2. Liga als Cheftrainer aktiv. Danach war er in der 2. und 3. Liga für den VfR Aalen, in Koblenz und in Jena tätig. Seit 2020 arbeitet er im Nachwuchsbereich des FCM und war bis 2022 für die U 19 verantwortlich. Vor drei Jahren stiegen beide dann als gleichberechtigte Cheftrainer zur U 23 auf, die sie in die Regionalliga Nordost und dort aktuell auf Rang acht führten.

Abschied mit Resignation

Für Fiedler endet seine erste Profi-Station mit einer Enttäuschung. „Es war mir eine große Ehre, für diesen stolzen Traditionsclub zu arbeiten. Leider haben wir zusammen nicht die Ergebnisse erzielt, die wir aufgrund der Leistungen verdient gehabt hätten“, verabschiedete sich der 39-Jährige. „Wir wussten, dass wir nach dem Umbruch im Sommer Zeit benötigen würden, doch nach vielen unglücklichen Spielverläufen sind wir in eine schwer aufzuhaltende Negativ-Spirale geraten.“

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