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Kölner Stern: Said El Mala beim 1. FC Köln

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Ein junger Star mit großem Potenzial

Lukas Kwasniok, der Trainer des 1. FC Köln, war nach dem 1:0-Sieg gegen die TSG Hoffenheim eher zurückhaltend in seiner Bewertung des Spielers, der den Sieg des Vereins ermöglicht hatte. Said El Mala, ein 19-jähriger Flügelspieler, sorgte mit seinem Debüt in der Startelf für Aufmerksamkeit. Nach nur einer Viertelstunde gelang ihm ein beeindruckender Dribbling-Action, bei dem er die gesamte Hintermannschaft der Hoffenheimer ausspielte und den Nationaltorwart Oliver Baumann mit einem flachen Schuss überwinden konnte. Solch eine Leistung ist in der Bundesliga selten, besonders wenn man bedenkt, dass El Mala einen deutschen Pass besitzt. Seine Karriere scheint noch vielversprechend zu sein, und es bleibt abzuwarten, wohin ihn dieser Weg führen wird.

El Mala zeigte in diesem Spiel nicht nur technische Fähigkeiten, sondern auch das nötige Selbstvertrauen. Er stellte sich jedoch nicht sofort als der große Dribbelkünstler dar, wie es Kwasniok kürzlich über seinen Kollegen Jakub Kaminski beschrieb. Der Coach blieb daher vorsichtig und betonte, dass El Mala zwar das Tor erzielt hatte, aber noch vieles zu lernen hatte. In der zweiten Hälfte verlor der Youngster etwas an Schwung, was darauf hindeutet, dass er noch an seiner Ausdauer arbeiten muss.

Die Rolle der erfahrenen Spieler

Joel Schmied, der Schweizer Verteidiger des 1. FC Köln, war ebenfalls beeindruckt von El Mala. Er erzählte, dass er den jungen Spieler kurz nach dem Spiel in der Kabine zur Seite genommen hatte. Schmied riet ihm, sich nicht gleich in der ersten Minute beweisen zu müssen, sondern stattdessen mit einfachen Aktionen ins Spiel einzusteigen. Sein Rat schien zu fruchten, denn erst in der 16. Minute zeigte El Mala seine wahre Stärke. Mit dem Ball zog er von links ins Zentrum, ließ drei Gegenspieler stehen und hätte sogar den vierten stehen lassen, wenn dieser überhaupt eine Chance gehabt hätte. Danach jubelte er mit großer Geste, was zeigt, dass er sich nicht verstecken will.

Dominique Heintz, ein erfahrener Innenverteidiger, sprach ebenfalls voller Zuneigung über El Mala. Er lobte die klare Kopfbedeutung des jungen Spielers und betonte, dass er gut erzogen sei. „Wir ältere Spieler haben den gut im Griff“, sagte Heintz. Er stand bereit, falls El Mala Unterstützung benötigte. Auch Schmied betonte, dass es wichtig sei, den jungen Kollegen am Boden zu halten, da er bereits ein gutes Selbstbewusstsein habe.

Die Entwicklung von Said El Mala

Seit diesem Sommer trainiert El Mala am Geißbockheim. Sein Weg zum 1. FC Köln war geprägt von Zufällen und einer intensiven Beobachtung durch die Nachwuchsscouts. In seiner Jugend spielte er bei Borussia Mönchengladbach, doch die Pandemie unterbrach seine Entwicklung. Damals wurde er aus dem Team ausgesondert, da er als zu wenig athletisch galt. Danach wechselte er zu TSV Meerbusch, wo er in der Niederrheinliga spielte. Obwohl diese Liga kein Vergleich zur Bundesliga ist, bot sie El Mala die Möglichkeit, wieder mehr Streetball zu spielen und den Traum vom Profifußball zu verfolgen.

Die Kölner Scouts kannten beide Brüder aus Mönchengladbacher Zeiten. Als die Brüder nach einer überragenden Saison in Meerbusch bei Viktoria Köln auftauchten, wurden sie wieder ins Blickfeld der FC-Nachwuchsscouts gerückt. Marian Wilhelm, damals U19-Trainer von Viktoria, nahm El Mala in seinen Kader auf, nachdem er mehrere Probetrainings absolviert hatte. Im Oktober 2023 spielte El Mala in der U-19-Bundesliga gegen den 1. FC Köln und überzeugte den Trainer Stefan Ruthenbeck. Doch kurz danach verhängte die FIFA eine Transfersperre gegen den FC, sodass El Mala zunächst nicht zum Verein wechseln konnte.

Ein Wissensvorsprung und eine kluge Entscheidung

Die Kölner nutzten die Situation, um schnell zu handeln. Im Februar debütierte El Mala als 17-Jähriger in der Dritten Liga und später spielte er erstmals für die deutsche U-18-Nationalmannschaft. Um die Sperre zu umgehen, kaufte der FC beide Brüder und ließ sie auf Leihbasis im Rechtsrheinischen bleiben. So konnte Said eine herausragende Saison spielen und an der U-19-EM teilnehmen. Im Sommer verlängerte Thomas Kessler den Vertrag El Malas vorzeitig, um seiner Entwicklung gerecht zu werden.

Borussia Dortmund hatte zuvor heftig um El Mala geworben, doch der FC hatte einen Wissensvorsprung. Er wusste, wie man den Spieler bekommt – indem man seinen Bruder gleich mitverpflichtet. Dies war eine kluge Entscheidung, die sich langfristig auszahlen könnte. El Mala hat keine Ausstiegsklausel, was für den FC eine gute Sicherheit bedeutet.

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