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„Kein Risiko, nur Chancen“ – Eichmeyers europäischer Traum wahr wird

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Emma Eichmeyer: Der nächste Schritt in ihrer Karriere

Emma Eichmeyer ist sich bewusst, was sie will. „Ich bin hierhergekommen, um den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen“, sagt die Basketball-Nationalspielerin der Saarlouis Royals mit fester Stimme nach einer intensiven Trainingseinheit mit ihrem neuen Verein. Dieser Schritt wird am heutigen Abend wahr: Das erste Duell für die Royals auf internationaler Ebene seit der Saison 2009/2010 steht an. Gegen die türkische Mannschaft Emlak Konut aus Basaksehir erwartet die Saarlouis Royals eine Herausforderung auf europäischem Spitzenniveau.

Eichmeyer hat nach einigen Jahren im Ausland, unter anderem bei den Sheffield Hatters in England und dem schwedischen Meister Södertälje BK, den Weg zurück in die Bundesliga gefunden. Ein entscheidender Grund dafür ist die Möglichkeit, mit den Royals auf europäischer Ebene zu spielen. „Ich freue mich, dass es losgeht“, sagt die 25-Jährige vor dem ersten von sechs Spielen im Fiba-Eurocup, „auch wenn der Monat hart wird – es gibt nichts Besseres, als die ganze Zeit Spiele zu haben, vor allem gegen so gute Gegner.“

Ihre Motivation ist klar: „Es macht einfach viel, viel mehr Spaß, sich auch mal die Zähne an einem harten Gegner ausbeißen zu können, als wenn man einen leichten Sieg hätte.“ Obwohl der Weg nicht leicht sein wird, sieht Eichmeyer die Situation optimistisch. „Ich freue mich total darauf zu sehen, was für uns drin ist und wie wir uns arrangieren können“, sagt sie, „das Schöne ist: Wir haben ja nichts zu verlieren.“

Erfahrung im Nationalteam

Seit November 2022, als sie im deutschen Nationalteam beim 97:58-Sieg gegen Bosnien-Herzegowina debütierte, gehört die 25-Jährige immer mal wieder zum Aufgebot der deutschen Auswahl. Bislang bringt sie es auf 15 Länderspiele. Auch bei der EM im Juni war sie dabei, als Deutschland bis ins Viertelfinale kam. „Man nimmt unheimlich viel mit von solchen Ereignissen“, sagt Eichmeyer, „ich versuche, alles wie ein Schwamm aufzusaugen.“

Ihre Rolle im Nationalteam ist klar definiert: Als Einwechselspielerin kommt sie meist nur für ein paar Minuten aufs Parkett. Dennoch hat sie ihre Ziele fest im Blick. „Eine Teilnahme an der WM 2026 im eigenen Land ist ein Ziel für mich“, sagt sie. Doch sie ist reflektiert genug, um zu wissen, dass vieles zusammenpassen muss – gerade angesichts der Tatsache, dass bei der EM die beiden Geschwister und WNBA-Stars Satou und Nyara Sabally fehlten. „Es sind viele äußere Umstände, die dazu führen können, dass man dabei oder nicht dabei ist“, sagt Eichmeyer. Deshalb konzentriert sie sich während der Saison auf ihre eigene Karriere und ihren Verein.

Rückkehr in die DBBL

Eichmeyer ist sich bewusst, dass sie noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen ist. Deshalb hat sie sich für die Rückkehr in die DBBL entschieden. „Ich will nicht irgendwo spielen, wo ich am Ende der Saison genau dort bin, wo ich zu Beginn der Saison war, sondern will mich weiterentwickeln“, erklärt sie. Die Saarlouis Royals sind ihr perfekter Ort dafür.

In Saarlouis hat sie eine andere Rolle als im Nationalteam – eine tragende. Beim Auftaktsieg der Royals beim MBC Halle stand sie die Hälfte der Spielzeit auf dem Parkett und steuerte zehn Punkte bei. Im Heimspiel gegen die Panthers Osnabrück absolvierte sie 30 Minuten und erzielte acht Punkte. Trainer Matiss Rozlapa baut auf Eichmeyer, die über ihn sagt: „Basketballerisch liegen wir auf einer Wellenlänge, seine Spielphilosophie passt ganz gut zu mir.“

Starke Verteidigung und Spielverständnis

Hermann Paar, sportlicher Leiter der Royals, charakterisiert Eichmeyer als „starke Verteidigerin mit einem sehr guten Spielverständnis und einem sehr guten Zug zum Korb“. Diese Eigenschaften werden besonders wichtig sein, wenn die Royals am Mittwochabend gegen Emlak Konut antreten. Die türkische Mannschaft ist mit Topspielerinnen besetzt – allen voran Antonia Delaere von Europameister Belgien, US-Spielmacherin Jessica Thomas und Victoria Macaulay, 1,93 Meter große Centerin, die für Nigeria bei Olympia spielte.

„Emlak ist mit Topspielerinnen besetzt“, weiß Paar. Wie erwähnt: Nach einem leichten Sieg hört sich das nicht an. Aber genau das wollen Eichmeyer und Co ja auch so haben. Die Stimmung bei den Saarlouis Royals ist positiv, und die Vorfreude auf die Liga und Europa ist groß.

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