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Eisbären: Überraschender Zuwachs und trauriger Verlust

Die Freude ist dem Trainer nur schwer anzusehen. Er sei „sehr glücklich für die Jungs“, so Serge Aubin. Doch der Coach der Eisbären Berlin steckt im Zwiespalt. Das positive Gefühl nach dem Sieg gegen die Nürnberg Ice Tigers ist eben nur ein Teil der Wahrheit. Der andere beschäftigt sich mit dem nächsten Ausfall des Meisters der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Gegen die Franken musste Korbinian Geibel früh vom Eis. Langsam humpelte er nach der Partie aus der Arena.

Nun hoffen alle, dass die Verletzung des Verteidigers nicht so schwerwiegend ist. Denn zu den vier Langzeitausfällen zählen bereits zwei Abwehrspieler. Zudem meldete sich am Freitag in Frankfurt (3:2 n.P.) auch Mitch Reinke ab. Es wird so dünn hinten, dass schon zwei Stürmer dort aushelfen mussten gegen Nürnberg. Das hart erkämpfte 3:2 (0:0, 2:1, 1:1) am zehnten Spieltag gegen die Ice Tigers vor 14.055 Zuschauern in der Uber Arena verdiente daher viel Respekt.

Eisbären Berlin mit Stürmern Tiffels und Wiederer in der Abwehr

Zum vierten Mal in Folge gewannen die Berliner sogar, schoben sich in der Tabelle ins obere Drittel vor, was angesichts der Umstände beachtlich ist. Wenn auch spielerisch vielleicht nicht alle Wünsche in Erfüllung gehen. „Prickelnd war es sehr wahrscheinlich nicht, aber in der momentanen Konstellation ist jeder Punkt gerade Gold wert“, sagte Marcel Noebels. Der kehrte nach vier Wochen Pause aufgrund einer Knieverletzung überraschend zurück und linderte die Probleme ein wenig.

Die Situation im Team

Eisbären-Zugang Andreas Eder: „In Berlin bin ich am besten aufgehoben“

Star-Stürmer Noebels: Ein Sommer wie eine Kampfansage

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Meister beim Winter Game: Die Eisbären spielen jetzt wieder oben ohne

Dass die Eisbären Zuwachs erhalten würden für dieses Spiel, das war bereits vorher klar. Denn die Sperre von Yannick Veilleux war nach sechs Partien abgelaufen. Doch die Entwicklungen während der Partie zwangen Aubin erneut zur Improvisation. Neben Frederik Tiffels spielte auch Manuel Wiederer zeitweise hinten. Das funktionierte an sich ordentlich, doch der Aderlass in der Abwehr machte sich trotzdem bemerkbar. Große Sicherheit strahlten die Berliner nicht aus.

Herausforderungen durch das Pensum

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Was angesichts des Pensums mit Champions Hockey League und personeller Not erwartbar ist. „Das Müdigkeits-Niveau ist sehr hoch“, sagte Aubin. Sein Team spielte aber einmal mehr sehr aufopferungsvoll, konnte sich auf den starken Jake Hildebrand im Tor verlassen und kam mit geduldigem Auftreten zum Erfolg. „Wir haben in den richtigen Momenten die Tore gemacht“, so Noebels. Obwohl es anfangs noch nicht wie erhofft lief.

Die Partie gegen Nürnberg

Eisbären Berlin halten dem Druck des Gegners stand

Insgesamt zeigten sich die Berliner zunächst eher verhalten. Nürnberg agierte vor dem Tor klarer und war dadurch zunächst gefährlicher. Doch die Eisbären verstärkten ihr Engagement, bestimmten die Partie zunehmend. Das wurde durch den Führungstreffer von Lean Bergmann belohnt (27.). Wenig später erhöhte Leonhard Pföderl auf 2:0 (34.). Allerdings öffnete ein Abstimmungsproblem in der Abwehr für Constantin Braun den Weg zum Tor, der frühere Berliner verkürzte (36.).

Das motivierte die schnellen Nürnberger, sie verlangten den Eisbären viel ab. Ein Überzahl-Treffer von Ty Ronning (50.) verschaffte dem EHC wieder etwas Luft. Aber nur kurz, denn Tyler Spezia konnte erneut verkürzen (52.). Das brachte noch einmal richtig Druck in die Partie, dem die Berliner jedoch standhielten. Die Freude darüber war den Spielern weitaus deutlicher anzusehen als dem Trainer, der bereits die Folgen des nächsten Ausfalls im Kopf hatte.

Mehr über die Eisbären Berlin finden Sie hier.

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